fbpx
Was tun, wenn Meditation so gar nicht Dein Ding ist?

Was tun, wenn Meditation so gar nicht Dein Ding ist?

Überall schießen Achtsamkeitsstudios aus dem Boden. CEOs und Proms, preisen die tägliche Meditation als Schlüssel zum Erfolg an.  Es ist klar: der Akt des Stillsitzens und der Befreiung des Geistes ist nicht länger nur den Buddhisten und Esoterikern vorbehalten.

Aber was, wenn man Meditation einfach nur hasst?

Entspann Dich – es ist okay. Alleine mit Deinen Gedanken da zu sitzen, ist nichts für jedermann. Ganz egal, was andere (auch ich) behaupten. Das Wichtigste ist, dass Du einen anderen – Deinen Weg findest, Dich zu entspannen.

Wir leben in einer Kultur, wo wir gerne beschäftigt sind. Wir verplanen uns völlig auf Wochen im Voraus und sind immer unterwegs. Das führt zu Stress und Überforderung.  Unser Verstand und unser Körper bewegen sich ständig von einem Termin oder To-Do zum nächsten. Um Burnout und physische, psychologische und emotionale Erschöpfung zu vermeiden, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, um den Geist zu beruhigen.

In diesem Sinne findest Du hier einfache Möglichkeiten, Stress abzubauen, wenn Du nicht meditieren möchtest.

Fun Fact: Dunkle Schokolade hilft auch.

Probiere es mit Yoga

Wenn Du jemand bist, der sich davor fürchtet, am Ende des Kurses in einem Knoten da zu liegen, sei beruhigt – es gibt eine Reihe anderer Yoga-Positionen, die einen unruhigen Geist entspannen können.

Einfach auf die Matte zu steigen (ohne Handy) ist an sich schon beruhigend. Sich auf den Atem zu konzentrieren und die Endorphine (Glückshormone) in Schwung zu bringen, hilft oft bei der Stressbewältigung. Ich schlage vor, Du beginnst mit einfachen Posen, wie dem Vorwärts-fallen, Kind-Stellungen, Liegepositionen oder Brückenposen.

Werde kreativ

Schnapp Dir eine Schachtel Buntstifte und ein Zen-Malbuch für Erwachsene und mach Dich an die Arbeit. Aktivitäten wie z.B. Malen oder Zeichnen können Dir helfen, Achtsamkeit zu üben. Indem Du Deinen Fokus auf die Aktivität lenkst,  konzentrierst Du Dich auf das, was im Moment geschieht, anstatt auf Deine Sorgen. Zusätzlich zur Entfesselung Deines inneren Künstlers hilft diese Art von Aktivität auch, Dein inneres Kind zu wecken. Für die meisten Menschen stellt diese Zeit mit mehr Kreativität und Vorstellungskraft einen Entspannungsquell dar.

Sprich mit Dir selbst

Ja, wirklich. Laut einer Studie der Michigan State University (USA) ist das Gespräch mit sich selbst, ein einfacher Weg, um starke negative Emotionen, wie Stress und Angst zu kontrollieren. Besonders effektvoll ist das Gespräch, wenn es in der dritten Person geführt wird. Z.B. “Warum ist Claudia heute so schlecht gelaunt?”

Wenn Du also das nächste Mal etwas besonders Herausforderndes durchmachst, versuche laut zu sprechen, als ob Du einen Freund beraten würdest.

Power Dich aus

Ein Hardcore-Training mag wie das Gegenteil von Meditation erscheinen, aber es kann die gleiche Art von entstressender Wirkung auf Dein Gehirn haben. Regelmäßige körperliche Aktivität ist eines der wichtigsten Dinge, um sich mitten im Chaos unseres Alltags aufzumuntern, aufzuladen und wieder Anschluss zu finden. Studien zeigen, dass Bewegung die Stimmung verbessert, die Kreativität fördert, mit einem geringeren Krankheitsrisiko und einer erhöhten Lebenserwartung verbunden ist. Bewegung hat auch einen wichtigen und oft unterschätzten Einfluss auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit.

Geh raus

Falls Du an einem besonders stressigen Tag eine Ausrede brauchst, um das Büro zu verlassen, versuche es hiermit: Forscher in Japan fanden heraus, dass eine grüne Umgebung dazu beiträgt, das Cortisol zu senken, die Pulsfrequenz zu senken und den Blutdruck zu senken sowie die Aktivität des Parasympathikus und des Sympathikus zu erhöhen. Klingt schlau und bedeutet mit anderen Worten, es dämpft Deine “Kampf-oder-Flucht-Reaktionen” ab.  Die Zeit in der Natur trägt auch dazu bei, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, also dieses unaufhörliche Wiederholen all dessen, was mit uns selbst und unserem Leben nicht stimmt. Denn das ist weder hilfreich noch gesund, und ist ein bekannter Risikofaktor für psychische Erkrankungen.

Höre Musik

Es ist physisch so gut wie unmöglich, gestresst zu sein, wenn man nach seinem Lieblingssong abrockt. Im Ernst, es ist wissenschaftlich untermauert. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 trägt das Hören von Musik dazu bei, den Spiegel des Stresshormons Cortisol zu senken, weshalb Du eher entspannt bist, wenn Du den Rest der Welt mit Deinem Kopfhörer übertönst. Stöbere in Deiner Musikbibliothek nach “Mood Boosters”- Playlist und lass Dich ernsthaft von der Musik inspirieren.

Geh wandern

Wenn die Vorstellung, mit den Gedanken still da zu sitzen, Dich graust, schnapp Dir Deinen Hund (oder den von Freunden) und mach einen Spaziergang durch die Nachbarschaft. Ein Spaziergang ist mit deutlich weniger Depressionen, weniger wahrgenommenem Stress und einem verbesserten Wohlbefinden verbunden. Tatsächlich haben Menschen, die kürzlich belastende Lebensereignisse hatten, wie zum Beispiel der Tod eines geliebten Menschen, Trennungen oder Arbeitslosigkeit, über eine verbesserte Stimmung nach Gruppenwanderungen in der Natur berichtet.

Hab Sex

Ein Orgasmus am Tag hält den Stress fern. Laut Simon Rego, PSYD, einem kognitiven Verhaltenspsychologen, kann die Kombination der verschiedenen körperlichen Empfindungen, die Du beim Sex wahrnimmst, helfen, Dich zu entspannen. “Es scheint tatsächlich eine Kombination aus anderen Faktoren zu sein, die wir nutzen, um Stress im Allgemeinen abzubauen”, sagte er. “Dinge wie tieferes Atmen, körperliche Anstrengung, Berührung, Freisetzung von Endorphinen, soziale Verbundenheit – all diese Faktoren sind in anderen Bereichen zu finden, aber sie scheinen alle in einer sexuellen Begegnung zusammenzukommen”. Das ist vielleicht doch besser als 20 Minuten stummes Sitzen.

Führe ein Tagebuch

Holen Sie Deinen Stress aus Deinem Kopf und schreibe alles in ein Notizbuch. Der Akt des Schreibens hilft, die analytischen Teile Deiner linken Gehirnhälfte zu stimulieren. Das kann dazu beitragen, Kreativität zu wecken. Und wenn Du Deine stressigen Gedanken auf ein Blatt Papier bringst, kannst Du sie für Dich annehmen und die verschiedenen Gedankengänge klären. Dies kann wiederum dazu beitragen, einen Teil der emotionalen Intensität abzubauen.

Tue Gutes

Jemandem die Tür aufzuhalten oder einem Fremden den Kaffee zu bezahlen, mag sich wie ein selbstloser Akt anfühlen. Aber es stellt sich heraus, dass es Dir wirklich persönlich nützen kann, nett zu anderen zu sein. Das Knüpfen sozialer Beziehungen kann helfen, Stress abzubauen. Sich auf das Wohlbefinden eines anderen zu konzentrieren, hilft die Selbstbezogenheit zu verlassen und aus dem eigenen Kopf herauszukommen.

LOL

Wenn alles andere scheitert, wirf eine alte Episode von Der Prinz von Bel-Air an und lass es raus. Es gibt umfangreiche Forschungen zur Unterstützung des Lachens als Stresslinderer, weil es das Cortisol im Gehirn erhöht. Das trägt dazu bei, die körperlichen Auswirkungen von Stress zu reduzieren. Und gibt es eine bessere Möglichkeit, sich zu entspannen, als sich auf die Couch zu hauen und zu chillen?

7 Mythen über Achtsamkeit

7 Mythen über Achtsamkeit

Das Gegenteil von Tun

Wenn Du davon ausgehst, dass Achtsamkeit und die diversen Meditationen ausschließlich Nichts-Tun bedeutet, dann bist Du mit dieser Meinung nicht allein. Der Fokus liegt tatsächlich auf dem SEIN und nicht auf dem TUN, dennoch sind unterschiedliche Bereiche im Gehirn aktiviert und arbeiten. In unterschiedlichsten Übungen wird gezielt die Wahrnehmung und die Lenkung der Aufmerksamkeit geübt.

Walle, walle – Ooohm und Räucherstäbchen?

Achtsamkeit hat nichts mit Esoterik, Spiritualismus oder gar Religion zu tun. Es ist nichts geheimnisvolles, exotisches oder gar mystisches daran. Seit jeher werden in allen Kulturen nach Innen gerichtete Praktiken und Übungen genutzt. Sie unterstützen die Konzentration und die mentale Ausrichtung. Welche Auswirkungen Achtsamkeit auf unseren Körper hat, wurde wissenschaftlich vielfach seit den 70er Jahren untersucht.

Sich regelmäßig, am Besten täglich für einige Zeit mit sich selbst zu beschäftigen beispielsweise zu meditieren, hat nachweislich Einfluss auf Deinen Hormonpegel im Blut. Die Folge davon ist, dass der Stress reduziert wird. Es hilft Dir zu Ruhe und Gelassenheit zu kommen. Ich zeige Dir gern in meinen Kursen, wie Du das in deinen Alltag integrieren kannst, ohne immer eine ganze Stunde zu investieren.

[yikes-mailchimp form=”1″ title=”1″ description=”1″ submit=”Ja, bitte.”]

Ein weiterer Trend zur Zerstreuung

Achtsamkeit ist keine Ablenkungstechnik oder eine Methode Deiner Realität zu entfliehen. Achtsamkeit heißt der Wahrheit mit all ihrem Schmerz, ihrer Langeweile und Unruhe zu begegnen. Achtsamkeit bringt die Wahrnehmung genau zu dem was im Hier und Jetzt geschieht. Und das bedeutet für dich das Vergangene loszulassen und dich nicht vor Deiner Zukunft zu fürchten. Und ja, Aufarbeitung und Planung gehören zum Leben dazu. In der Achtsamkeitspraxis geht es darum, dich bewusst häufiger im Tagesverlauf in die Gegenwart zu holen.

Gedanken stoppen?

Eine weitere  Vorstellung ist weit verbreitet: Meditation hilft deine Gedanken abzuschalten. Das ist aber nicht der Zweck, das ist nämlich überhaupt nicht möglich. Gedanken lassen sich allerdings in eine bestimmte Richtung lenken. Ich habe festgestellt, dass sich die Gedankenaktivität durchaus durch bestimmte Übungen beruhigt.

Achtsamkeitsübungen wirken nicht über das Denken, sondern über das Wahrnehmen und Loslassen. Dabei konzentrierst Du Dich zum Beispiel ganz auf den Atem oder den Körper. Du nimmst dadurch die Signale Deines Körpers wahr und spürst ihn wieder. Viele haben nämlich verlernt ihren Durst zu fühlen, wann sie bewegen sollten oder eine Pause bräuchten.

In der Achtsamkeit geht es darum, Dir Deiner Gedanken bewusst zu werden, Dich von ihnen zu distanzieren und den Standpunkt zu den Gedanken zu verändern.

Eine weitere Entspannungstechnik

Achtsamkeit geht nicht automatisch mit Entspannung einher. Es ist zwar so, dass viele bei einer Meditation eine entspannende Wirkung feststellen. Das steht aber häufig in Zusammenhang mit der Konzentration auf den Atem. Achtsam zu sein, heißt jedoch vor allem das Leben ganzheitlich, in allen Fassetten wahrzunehmen. Das schließt auch schwierige Erfahrungen mit ein, um dann einen hilfreichen Umgang zu finden.

Eine schnelle Lösung für Gestresste

Achtsamkeit ist keine Diät, wo Du nach 3 Wochen sichtbare Ergebnisse erzielst, wenn du dich an eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hältst. Es ist individuell abhängig von der Person, die Achtsamkeit kultivieren möchte. Es geht langsam – eher wie eine Evolution, als eine Revolution. Achtsamkeit wird wie ein Muskel trainiert, und je regelmäßiger Du trainierst, um so eher wirst Du Ergebnisse wahrnehmen können.

Meditierende haben eine rosarote Brille auf

Oftmals wird davon ausgegangen, dass es bei der Achtsamkeit darum geht, alles ausschließlich positiv zu sehen und Negatives zu verleugnen. Durch regelmäßiges meditieren stellt sich eine Gelassenheit ein, da Du lernst, nicht auf jeden Reiz automatisch zu reagieren. Das darf nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Auch negative Gefühle werden wahrgenommen und verarbeitet. Forschungen haben gezeigt, dass regelmäßig Meditierende sich von solchen Emotionen nur schneller erholen, als Menschen, die nicht meditieren. Du wirst durch mehr Achtsamkeit in deinem Leben stärker und kannst in schwierigen Lebenssituationen besser agieren, statt ihnen ausgeliefert zu sein.

 

 

Hast Du Interesse mit mir zusammenzuarbeiten? Klicke hier: 

 

Starte jetzt schon einmal mit den Selfie-Tipps

Starte jetzt schon einmal mit den Selfie-Tipps

Trage Dich für meinen Newsletter ein und starte durch mit den besten Tipps für Dein perfektes Selfie.

Das hat geklappt. Du erhältst gleich eine E-Mail mit der Bitte um Bestätigung, dass Du du bist.